Gut vorbereitet heißt nicht perfekt
01.Kurz vor einem Fotoshooting tauchen oft ganz praktische Fragen auf: Passt das Outfit? Sollte ich Posen üben? Und was, wenn ich auf den Bildern verkrampft aussehe? Du musst diese Fragen nicht alle allein lösen. Eine gute Vorbereitung nimmt dir Entscheidungen ab, statt eine weitere To-do-Liste aus dir zu machen.
Am meisten hilft mir, wenn wir vorher über die gewünschte Bildwirkung sprechen. Schick mir gern ein paar Beispiele und sag dazu, was dir daran gefällt: das Licht, die Farben, ein Ausdruck oder die Kleidung. Dann können wir gezielt planen. Falls du erst einmal wissen möchtest, was beim Termin überhaupt passiert, lies dir den Ablauf deines Fotoshootings in Dresden durch.
Sprich Unsicherheiten ruhig an. Vielleicht möchtest du eine bestimmte Körperhaltung vermeiden, trägst normalerweise eine Brille oder fühlst dich mit einer Seite wohler als mit der anderen. Solche Hinweise sind beim Fotografieren hilfreicher als der Versuch, alles überspielen zu wollen.
Lieber passende Outfits als eine volle Tasche
02.Nimm Kleidung mit, in der du dich bewegen kannst und die zu der vereinbarten Bildidee passt. Zwei gut abgestimmte Kombinationen sind oft praktischer als zehn Möglichkeiten, zwischen denen du erst vor Ort entscheiden musst. Probier die Outfits vorher komplett an, einschließlich Schuhen und Accessoires. So merkst du, ob etwas rutscht, spannt oder nur im Stehen gut sitzt.
Ruhige Farben und zurückhaltende Muster lassen dem Gesicht viel Raum. Das ist keine feste Regel: Ein auffälliges Kleid kann für eine Fashion-Serie genau richtig sein. Wichtig ist, dass wir es mit Hintergrund und Stimmung abstimmen. Große Schriftzüge oder Logos ziehen den Blick schnell auf sich – überleg deshalb, ob sie auf deinen Bildern eine Rolle spielen sollen.
Pack die Sachen möglichst so ein, dass sie nicht völlig zerknittern. Eine kleine Fusselrolle, ein Kamm, passende Unterwäsche und Schuhe, in denen du den Weg zur Location gut laufen kannst, sind oft nützlicher als noch ein zusätzliches Outfit. Wenn sensible oder freizügigere Aufnahmen geplant sind, besprechen wir vorher besonders genau, was du tragen und zeigen möchtest.
Bei einem TFP-Projekt lohnt es sich, neben Kleidung und Bildidee auch die geplante Verwendung der Aufnahmen früh zu klären. Was dabei in einen Model-Release beziehungsweise Shootingvertrag gehört, erkläre ich auf der TFP-Seite. So können wir uns am Shootingtag auf das Fotografieren konzentrieren.
Am Shootingtag darf es einfach bleiben
03.Plane den Weg so, dass du nicht schon völlig gehetzt ankommst. Etwas zu trinken und ein kleiner Snack sind bei längeren Terminen eine gute Idee. Für ein Outdoor-Shooting lohnt sich außerdem eine Jacke oder ein warmer Überwurf für die Pausen, auch wenn das eigentliche Outfit leichter ist.
Beim Styling ist ein Look, in dem du dich wiedererkennst, ein guter Ausgangspunkt. Wenn ein anderes Make-up oder Hairstyling Teil der Bildidee sein soll, stimmen wir das vorher ab. Du musst dich für den Termin nicht spontan neu erfinden. Und falls das Wetter bei Außenaufnahmen nicht mitspielt, klären wir gemeinsam, wie wir damit umgehen.
Posen kannst du dir zur Inspiration ansehen, auswendig lernen musst du sie nicht. Vor der Kamera entstehen viele gute Haltungen aus kleinen Bewegungen: einen Schritt gehen, das Gewicht verlagern, kurz zur Seite schauen. Ich leite dich dabei an und passe die Hinweise an dich an.
Das Wichtigste bringst du schon mit
04.Du darfst beim Shooting Fragen stellen, Ideen ablehnen und Pausen machen. Gerade wenn es dein erstes Shooting ist, musst du nicht so tun, als wäre dir alles vertraut. Ein ehrliches „Das fühlt sich komisch an“ hilft uns weiter. Dann probieren wir etwas anderes.
Und du musst dich nicht während des Termins für jedes endgültige Bild entscheiden. Für die spätere Auswahl kannst du dir in deiner Galerie Zeit nehmen. Wie das abläuft, erkläre ich dir bei der Bildauswahl und Auslieferung mit PicSnap. Vorher kümmern wir uns erst einmal darum, dass Aufnahmen entstehen, in denen du dich wiederfindest.
